Was Zirkusakrobatik ist
Akrobatik in der Manege ist Arbeit mit dem eigenen Körper und mit dem Körper der Partnerin. Das Genre teilt sich in mehrere Zweige: Paarakrobatik, bei der ein Artist den anderen hält; Gruppenakrobatik, in der Pyramiden und Säulen entstehen; und Sprungakrobatik — Schleuderbretter, Trampolin, Salti aus der Höhe.
Anders als in der Luft geschieht Akrobatik auf Augenhöhe des Publikums. Ein Fehler ist hier sofort zu sehen, deshalb zählt Sauberkeit der Ausführung mehr als Schwierigkeit.
Womit dieses Genre das Publikum packt
Akrobatik ist das verständlichste Genre der Manege. Die Zuschauer brauchen keine Fachbegriffe: Sie ahnen selbst, was es heißt, einen Menschen auf ausgestrecktem Arm zu halten oder aus dem Anlauf einen Salto zu schlagen. Daher die unmittelbare Reaktion — ein akrobatischer Trick wird nicht nach der Nummer beklatscht, sondern mitten in ihr.
Besonderheiten des Genres
- die Nummer läuft auf Zählzeit: Die Partner haben einen gemeinsamen Rhythmus, keinen eigenen;
- Gewicht und Größe der Beteiligten werden auf den konkreten Trick abgestimmt — die Besetzung der Gruppe ändert sich über Jahre kaum;
- Gruppennummern brauchen einen ebenen und harten Manegenboden;
- das Tempo gibt die Musik vor: Eine akrobatische Folge ist fast immer auf eine bestimmte Partitur geschrieben.
Welche Rolle die Akrobatik im Programm spielt
Eine akrobatische Nummer eröffnet oft einen Teil: Sie setzt Energie und Tempo, auf denen das ganze Programm weiterläuft. In der Mitte des Teils wirkt Akrobatik als Anlauf vor der Luftnummer, und im Finale versammeln Gruppenpyramiden fast die ganze Truppe in der Manege.
Sicherheit und Vorbereitung
Ein akrobatischer Trick wird nicht improvisiert: Jede Folge wird auf der Probenfläche bis zur Automatisierung geübt, und vor dem Auftritt spielt die Gruppe die Nummer stets unter den Bedingungen des konkreten Saals durch. Für die Anforderungen an den Manegenboden, die Sicherung und die Probenordnung sorgt auf den Tourneen von Circus Asia das technische Team des Unternehmens.